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Berlin – Informieren durch Werbung

Betreibt der Berliner Senat eine soziale Politik?

Bezahlbarer Wohnraum, Kitaplätze und Bildung in Berlin. Ist die deutsche Hauptstadt und der Senat in diesen sozialen Projekten ein Vorbild? Mit ein bisschen Mühe ergattert irgendwann jeder einen Platz für sein Kind, einen von der Stadt Berlin betriebenen Kitaplatz.

Aber die Tatsache, dass immer mehr Eltern lieber selbst Räume anmieten und sie sogar selbst putzen, sagt doch schon einiges. Kleine Gruppen, gut eingebundene Erzieher sind eben doch besser als Riesenräume mit einem Wirrwarr von kleinen Gestalten, die von eher schlecht bezahlten Erziehern betreut werden. Von ins Smartphone versunkenen Betreuern wird leider nicht nur gemunkelt, sie werden ernsthaft beobachtet.

Es fehlt in Berlin eben an vielem, wenn auch nicht an Charme und Vielfalt. Aber Geld ist, das weiß man leider  schon länger, der Garant dafür, dass Dinge genau so laufen, wie man sie gerne hätte. Das ideale Berlin für Kinder ist also noch in weiter Ferne,  wenn man Fotos von schimmligen Sanitärräumen zu sehen kriegt oder wenn in einer Sandkiste Spritzen gefunden werden.

Mietwohnung und Uni in Berlin

Wenn man als Berliner das alles überlebt hat, stellt sich aber doch die Frage, wie und wo man unterkommt. In einem schicken Penthouse am Paul-Lincke Ufer oder in der Platte in Marzahn? Diese Alternative stellt sich kaum einem, man muss, auch als Neuberliner,  nehmen, was zu haben ist. Und trotz Mietbremse haben es sich die Raffkes dieser Stadt doch richtig kuschelig gemacht.

Du willst in Kreuzberg wohnen, du armer Narr? Dann bring mal schön 11 Euro für den Quadratmeter mit, kalt. Dass dir warm wird, ist im Hinterhof allerdings nicht zu erwarten, aber man kann nicht alles haben!

Wenn man dann eine Bleibe gefunden hat, kommt für viele die Freude, sich in einem vollen Hörsaal mit anderen Lernwilligen zu tummeln. Ja, das kann man als „Networking“ verstehen, man kann aber auch sagen, dass hier Masse Masse ist. Dass keine von der Stadt Berlin betriebene Uni einen wirklich guten Ruf hat, ist eigentlich beschämend. Das können sogar die Lüneburger besser!

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1 Comment

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  1. Ich hätte nie gedacht in der heutigen Zeit, nachdem es ja schon jahrelang besser lief, dass wesentliche Grundbedürfnisse einer Gesellschaft so mit Füssen getreten werden. Eigentlich könnte man drüber lachen, was so los ist…wäre es nicht so ernst.

    Dass Elternteile nun unfreiwillig dazu gezwungen sind, zuhause zu bleiben, weil sie keinen Kitaplatz finden, ist doch ein Unding. wenn ich dann immer höre, aktuell von Frau Schwesig (SPD), dass man mehr dazu machen müsse, Beruf und Kinder besser unter einen Hut zu bringen, dann erinnert das nur an das Gelaber ihrer Kollegen, die in anderen Bereichen genau das gleiche sagen. „Mit ein bißchen Mühe ergattert irgendwann jeder einen Platz für sein Kind“, meint der Autor. Aber wenn nichts frei ist, ist nichts frei. Wenn die Warteliste lang ist, ist sie lang. Nebenbei geht das Leben für eine arbeitende Mutter weiter. Im Endresultat heißt es dann…Job weg.

    Zum Thema Wohnung:
    Jahrelang wusste die Berliner Politik, dass Berlin wachsen wird. Nichts haben sie getan. Abgewartet bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Haben sogar den sozialen Wohnungsbau immer weiter drastisch reduziert, obwohl sogar immer mehr gebraucht wird, was heißt, dass nicht mal der alte Bestand gereicht hätte. Wie kann man das der Bevölkerung erklären? Mit klammen Kassen? Halte ich für Blödsinn. Berlin hat sich kaputt gespart – an vielen falschen Stellen bzw. es übertrieben, da, wo man es hätte nicht so lange so machen dürfen.

    Aber gut, die Gutverdiener bezahlen ihren studierenden Sprößlingen eben Berliner Wohnungen, die sie sich sonst nicht leisten könnten, und der Einheimische schaut in die Röhre. Selbst am Rande Berlins steigen die Mietpreise enorm. Wie vor kurzem gelesen, hat Berlin faktisch keinen Leerstand mehr. Hunderte schielen bei Massenbesichtigungen auf die Wohnungen, die zwischendurch frei werden.

    Aber hey, Refugess, Baden-Württemberger und Co. are all welcome.

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