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Das neue Sexualstrafrecht – Pro und Contra

Am 7. Juli beschloss der Bundestag in Berlin ein verschärftes Sexualstrafrecht. Das grundlegende Prinzip ist hierbei die Aussage „Nein heißt Nein“. Schließt die Reform wirklich die eklatanten Lücken beim Schutz der Opfer von Sexualdelikten und was sagen Kritiker zum neuen Gesetz? Ein Überblick.

Pro: Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

In Zukunft steht nun also im Sexualstrafrecht geschrieben, dass sich diejenigen Täter strafbar machen, die ohne erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen vollziehen. Es gilt der Grundsatz „Nein heißt Nein“. Und das ist gut so.

Nun bleibt zu hoffen, dass das Gesetz aus Berlin auch seine gewünschte Wirkung erreicht und den Blick unserer Gesellschaft für Recht und Unrecht gerade in solch sensiblen Fällen wie Sexualdelikten schärft.

Führt das neue Recht dazu, dass wir nicht mehr reflexartig die Schuld bei der Frau suchen, sondern mutmaßlichen Vergewaltigungsopfern erst einmal zuhören, bevor wir ein Urteil fällen, dann hat das Gesetz schon so Einiges bewirkt.

Contra – Wer bezeugt das „Nein“?

Natürlich hat das neue Sexualstrafrecht auch Kritiker. Die einen bemängeln, dass die Reform nicht weit genug geht, andere befürchten eine Klageflut von Frauen, die auf Rache aus sind oder einfach den Sex am nächsten Morgen bereuen.

Und doch ist es wichtig, ein solches Gesetz auf den Weg zu bringen. Berlin wird sich allerdings mit einem weiteren, wahrscheinlich sehr viel schwerwiegenderem Problem beschäftigen müssen: Sex und Vergewaltigungen finden nicht in der Öffentlichkeit statt, sondern eher im Verborgenen.

Die Silvesternacht von Köln sei hier einmal ausgenommen. Wenn die Abgeschiedenheit beim Sex aber der Regelfall ist, wer ist dann derjenige, der das Nein des Opfers bezeugen kann?

 

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Updated: 5. Januar 2017 — 10:05

1 Comment

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  1. Würden die Richter in diesem Land endlich von ihrer Sozialschiene runter kommen und Urteile so sprechen, wie es für das Volk richtig wäre – bedeutet immer die Höchststrafe mit Sicherheitsverwahrung – bräuchte es nicht eine Änderung in unseren Gesetzen. Aber der Heiko wird das nicht mehr begreifen. Berlin auch nicht.

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